Kategorie: screensplitter

  • 1. Mai

    Im Nachmittagsprogramm von 3sat zum 1.Mai präsentierte man einen Live-Mitschnitt einer Bruce Springsteen Session aus der ehemaligen Kirche St.Luke’s in London. Ganz aussergewöhnlich guter Folk mit bekannten Titeln wie John Henry, My Oklahoma Home und vor allem We Shall Overcome. und richtig zum Weltfeiertag der Arbeit: Pay Me My Money Down ! Hat der Seele gut getan und wirklich gefallen.

  • Nicht unerwähnt

    bleiben sollte eine von den wenigen guten Sonntagvormittagsendungen des ORF. Ehe ich zu den Sportübertragungen von Kitzbühel schaltete, sah ich noch bei ORF 2 „vorüber“. Und da erklang die klare, reine Barockmusik von Vivaldi. Aber nicht nur das, die Stimme von Cecilia Bartoli machte diese Minuten zu einem echten Erlebnis. Wie diese Sängerin es versteht mit nur einer kleinen Veränderung der Lippenspannung den Tönen, die ihrer Kehle entströmen eine derartige emotionale Steigerung zu verleihen ist wirklich sensationell. Ich kenne sie nun seit beinahe sechzehn Jahren, als sie noch ganz „neu“ auf der Fernsehszene war. Aber sie hat in dieser Zeit eine Entwicklung durchgemacht, die sie zu einer der besten Mezzosopranistinnen und Liedsängerinnen der Gegenwart werden liessen. Welche Wohltat diese Klänge zu hören in der Dekadenz dieser materialistischen Zeit.

  • Unchained

    Heute nacht in 3sat gesehen: Die Wiedergabe eines Konzerts von RAY CHARLES. Faszinierend der grosse alte Mann des Soul. Ich habe die Augen zugemacht und nur mit meiner Seele gefühlt. Natürlich war dabei Unchained My Heart und ebenso I Can´t Stop Loving You. SOUL: Ganz tief hineinhorchen in sich selbst und Du findest ein Wesen, das niemand kennt.

  • ganz kleine Nachtmusik

    Da sitzt Anna Sofie Mutter-als Violinvirtuosin weltbekannt- neben Harald Schmidt auf dem Klavierstockerl. Nach köstlichen, vorbereitendem Diskurs spielt sie die rechte Hand und er- etwas holpriger- die linke Hand. Mozart schrieb dieses kleine Menuett als achtjähriger. War wunderbare Mitternachtsmusik. Wünsch ich mir öfter mit so prominenter Besetzung!

  • Zum Wiederhören

    Late night music im SWR: TINA DICO. Die Band gibt einen fast minimalistischen Sound wieder. Er wird vornehmlich durch Leadgitarre, zeitweise ganz zarte Drums getragen und von einer unerwartet guten Stimme begleitet. Ausserdem überrascht er durch mancherlei Variationen Besonders gut: In The Red.

  • spät abends

    Gestern nacht bei Sandra Maischberger: Debatte über das finanzielle Risiko der Pharmakonzerne bei der Entwicklung von Heilmitteln für selten auftretende Krankheiten. In der Diskussion kam aber auch zur Sprache die Unterbrechung der Schwangerschaft bei erkannter geistiger oder körperlicher Behinderung des Embryo. Wie schön, dass nun auch von katholischer Seite verstanden wird, dass nicht nur den Eltern sondern auch dem Kind zugemutet wird mit einer solchen Belastung zu leben. Und dass es in der Verantwortung jedes Paares liegt, die richtige Entscheidung zu treffen.

    Wie schade, dass die Sendezeit dieser überaus sympathischen und klugen Moderatorin so spät angesetzt ist, dass ihre Sendungen im besten Fall ein Minderheitenprogramm daratellen. Ob da nicht doch was zu ändern wäre?

  • Nachtstudio

    Lange hab ich mir überlegt ob ich überhaupt darüber schreiben soll. Zu sehr können meine Worte falsch verstanden werden, zu sehr besteht die Gefahr der Polarisation in gegenteilige Meinungen. Es war eine Wiederholung einer Sendung im 3sat spät nachts- nein besser frühmorgens. Das Nachtstudio des zdf fragte: Wie gefährlich ist Gott? Fünf kluge Männer diskutierten da zum Teil sehr kontrovers über den Fundamentalismus der monotheistischen Religionen im Zusammenhang mit nine-eleven und rligiös motivierter Gewalt.
    Es ist unmöglich die vielen Aspekte die dabei aufgezeigt wurden zu schildern. Zu komplex ist das Thema- eben Gott und die Welt. Aber zwei bemerkenswerte Aussagen möchte ich doch hier anführen und sie zum überlegen in den Raum stellen. Denn wer sieht dennum diese Zeit schon in die Röhre.

    >Die Religion kann man betrachten als eine einzige Geschichte des Wahnsinns<

    >Es muss möglich sein, auch ausserhalb religiöser Bindungen zu wissen was richtig ist und was falsch<

    Ich kann diese Worte nur deutlich unterstreichen und sehe in diesen Äusserungen, die mentale Evolution der modernen Menschen. So gesehen wird jeder Fundamentalismus absurd.

    Das letzte Wort hatte der Moderator der Sendung: Er zitierte den Sprecher der Gewltlosigkeit-Gandhi:

    >Wenn Auge um Auge, dann ist die ganze Welt blind<

    Den Bushs und Rumsfelds, den Taliban, den israelischen Hardlinern, aber auch dem iranischen Präsidenten und den palästinensischen Selbstmordattentätern ins Stammbuch geschrieben.

  • Achtung! Grenze!

    Da war gestern nachts bei Beckmann auch die Wüstenblume. Die meisten Menschen wissen von den schrecklichen Schicksal dieser jungen Frau, haben gelesen was sie erlitt und was sie auch jetzt noch erdulden muss.

    An unseren Grenzen standen bis vor gar nicht so langer Zeit Schilder >Achtung! Staatsgrenze<. Und diese Schilder waren in beiden Richtungen schwer zu passieren. Nun ist das Geschichte und wir können unsere Grenzen problemlos passieren. In beiden Richtungen.

    In „unserer Welt“ hat man eine andere Auffassung von Menschlichkei und Weiblichkeit als z.B. in Somali. Ich werde wohl alle meine Toleranz brauchen um in einer solchen Frage auf muslimische Mitbürger zugehen zu können.

    Aber in welcher Richtung werden wir dereinst diese Grenze überschreiten?

  • Knapp vorbei

    Die Anfäng in Arte sind ein bissel ungut. 20.40.

    Was bis dahin? Schaust du Gotthilf Fischers Strasse der Lieder. Untertitel: Eine musikalische Reise durch die Steiermark. Was gehört? Bald nach Anfang Wiener Lieder–und dazu schlecht.

    Dafür war die Dokumentation umso besser. Schon gehört 1816 flog eine Vulkanmasse von 6 mal Krakatau und Vesuv zusammen in die Luft. Mit schrecklichen Folgen.