bleiben sollte eine von den wenigen guten Sonntagvormittagsendungen des ORF. Ehe ich zu den Sportübertragungen von Kitzbühel schaltete, sah ich noch bei ORF 2 „vorüber“. Und da erklang die klare, reine Barockmusik von Vivaldi. Aber nicht nur das, die Stimme von Cecilia Bartoli machte diese Minuten zu einem echten Erlebnis. Wie diese Sängerin es versteht mit nur einer kleinen Veränderung der Lippenspannung den Tönen, die ihrer Kehle entströmen eine derartige emotionale Steigerung zu verleihen ist wirklich sensationell. Ich kenne sie nun seit beinahe sechzehn Jahren, als sie noch ganz „neu“ auf der Fernsehszene war. Aber sie hat in dieser Zeit eine Entwicklung durchgemacht, die sie zu einer der besten Mezzosopranistinnen und Liedsängerinnen der Gegenwart werden liessen. Welche Wohltat diese Klänge zu hören in der Dekadenz dieser materialistischen Zeit.
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