Ich habe den Sonnenuntergang nicht mehr gesehen
seit ich mich ans Dunkel der Nacht vergeben habe.
Ich kann mit dem Regen nicht mehr streiten
seit meine Tränen sich mit seinen Tropfen vermischen.
Ich habe meinen Mut, meine Träume und dich verloren
seitdem ich mich verloren habe.
Ich kann niemanden um Verzeihung bitten
weil ich mir selbst nie verzeihen werde.
Dies steht am Ende eines Buches das ich dieser Tage aus der Hand gelegt habe. Es ist eines der schrecklichsten Bücher, die ich je gelesen habe und ich konnte es nur in Abschnitten bewältigen.
Es sind die Erlebnisse einer jungen Türkin- in Deutschland aufgewachsen, zwangsverheiratet nach Anatolien und ihr Versuch ein neues Leben zu beginnen. Da spricht eine Frau von tiefster seelischer, geistiger und körperlicher Entwürdigung. Es heisst „Erstickt an Euren Lügen“ und ist von (Psudonym) Inci Y. geschrieben.
Glaubt mir: Ich sehe heute die hübschen, türkischen Mädchengesichter unter dem Kopftuch und in ihrem geblümten, bodenlangen Rock ein wenig anders als bisher. Ich habe Mitleid mit ihnen, aber alle grossherzigen Spenden der österreichischen Bevölkerung können ihnen nicht helfen. Sie können sich nur selbst befreien von ihren erbärmlichen Machos. Hoffentlich gelingt es ihnen bald. Das würde ihrer Heimat sehr helfen.
Schreibe einen Kommentar