Da schrieb doch Judith in Felix Blog:>Was wäre, wenn unsere Urahnen die Zeit nicht definiert hätten?>
Ich glaub es blieb ihnen gar nix anderes über, denn sie mussten notgedrungen Beziehungen herstellen. Etwa so: Mir fallen die Augen zu- es wird finster. Mit knurrt der Magen-Zeit zum Frühstück, Mittagshitze-Zeit zu trinken. ich denke aus solchen elementaren Bezügen entstand das Bedürfnis die Zeit dazwischen in nützliche Einheiten zu unterteilen. Da gabs zuerst den Schatten des Stabes im Sand, dann die Sonnenuhr und jetzt haben wir eben den elektronischen Wecker.
Vor einigen Wochen wurde in unserem Hause wegen Reparaturen an der Hausstromleitung für einige Zeit der Strom abgestellt. Die Uhr meiner Stereoanlage blinkte nach Wiedereinschalten. Ich stellt die Uhr wieder ein. Nach einer Woche dasselbe Theater. Ich stellte die Uhr nicht wieder ein- ich ließ sie blinken. Ich konnte die ganze „Zeit“ recht gut ohne Zeit leben, indem ich mich auf die Bedürfnisse meiner Urahnen reduzierte. Eh schon wissen: Finster-schlafen! Licht-Hunger usw. Ich konnte recht gut damit leben. Nur wenn ich auf die Anlage, sah dann bleckte mit der „Wecker“ im Herzschlagrythmus immer wieder an. Heute hab ich es nicht mehr ausgehalten. Ist ja heute wieder eine neue Zeit. Sommerzeit. Und schon wieder eine Stunde um. Ja- recht hast Du Judith! Rot ist die Zeit! Und ich kicher vor mich hin, wenn man mir sagt: Lass Dir Zeit, Opa! Hi, hi, hi—ich hab doch gar keine Zeit!
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